Genoa sichert Klassenerhalt mit zähem Comeback-Sieg bei Pisa
Genoa holte sich einen entscheidenden 2:1-Comeback-Sieg auswärts bei Pisa und hat damit den Klassenerhalt in der Serie A für die nächste Saison so gut wie besiegelt. Früh durch ein Standardsituationstor zurückliegend, zeigten die Grifone Kämpferqualitäten – sie glichen vor der Pause aus und verwandelten nach der Halbzeitzeit einen Elfmeter. Trotz fehlender Schlüsselspieler durch Sperren und Verletzungen grub Daniele De Rossis Team tief und sicherte sich drei Punkte, die ihre Saison prägen könnten.
So drehte Genoa das Spiel um
Pisa traf zuerst durch Simone Canestrellis Kopfball aus einer Ecke – nutzte Genoas bekannte Schwäche bei Standards. Die Gastgeber verpassten kurz darauf die 2:0-Führung, als Angori sein Duell mit Keeper Justin Bijlow verschoss. Dieser Fehlgriff rächte sich.
Genoa konterte kurz vor der Pause. Aus einem einfachen Einwurf verband Tommaso Baldanzi mit Lorenzo Colombo, der für Jeff Ekhator auflegte. Der junge Stürmer jagte einen Linksschuss in den Winkel – pure Klasse unter Druck. Damit war es nicht genug. Früh in der zweiten Halbzeit hielt Canestrelli Baldanzis Schuss in der Box. Elfmeter. Colombo trat an – cool wie immer – und donnerte ihn in den Winkel, trotz Genoas schwacher Bilanz vom Punkt in dieser Saison.
Was das für Genoas Saison bedeutet
Dieser Sieg ging über Punkte hinaus – es ging um Mentalität. Ohne die Gesperrten Ruslan Malinovskyi, Morten Frendrup und Mikael Ellertsson sowie die Verletzten Maxwel Cornet und Brooke Norton-Cuffy hatte Genoa allen Grund zum Aufgeben. Stattdessen passten sie sich an. Nachwuchsspieler wie Ekhator und Colombo lieferten, als es drauf ankam. Keeper Justin Bijlow parierte entscheidend, darunter einen Nahschuss von Michel Aebischer zum Schluss.
Daniele De Rossi hat nun zwei Siege in Folge hingelegt – eine Riesenumkehr nach Monaten der Unsicherheit. Der Sieg gegen Sassuolo und das Durchbeißen gegen den Tabellenletzten Pisa zeigen: Sein Team lernt, Spiele zu Ende zu bringen. Wichtiger noch: Sie lernen, hässlich zu gewinnen – das Markenzeichen von Teams, die Abstiegskämpfe überstehen.
Die Schlüsselfaktoren zum Sieg
- Standardschwäche bleibt prekär — Canestrellis Treffer legte Genoas anhaltende Schwäche bei Ecken offen. Das muss vor den nächsten harten Spielen gefixt werden.
- Nachwuchs übernimmt — Ekhator und Colombo erzielten die Tore. Keine etablierten Stars, aber reif über ihre Jahre hinaus.
- Elfmeter-Erlösung — Nach verpatzten Strafstößen in der Saison war Colambos sichere Umwandlung mental ein Meilenstein.
- Torhüter-Sicherheit — Bijlow rettete nicht nur Schüsse, er beherrschte seinen Strafraum und dirigierte die Abwehr unter Druck.
- Trainer-Einfluss — De Rossis Wechsel und taktische Anpassungen hielten Genoa ruhig, selbst beim Nachhaken.
Was kommt als Nächstes für Genoa
Mit diesem Sieg zieht Genoa klar vom Abstiegsplatz weg. Mathemaisch ist der Klassenerhalt noch nicht fix – realistisch aber so gut wie sicher. Die restlichen Spiele gegen Mittelfeldsteams und Mit-Absteiger sind machbar. Bei diesem Biss sind sie ohne Finaltag-Drama gerettet.
Die große Frage ist nun: Welches Team will Genoa in der nächsten Saison sein? Auf Jugend setzen? Erfahrene Serie-A-Überlebenskünstler holen? Oder mit Offensive verstärken, um aufzusteigen? De Rossis Handschrift wird das prägen. Vorerst gilt: Den Job zu Ende bringen.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Genoa besiegt Pisa 2:1 mit Toren von Jeff Ekhator und Lorenzo Colombo (Elfmeter).
- Trotz vieler Sperren und Verletzungen zeigte Genoa Tiefe und mentale Stärke.
- Simone Canestrelli eröffnete für Pisa die Tore, verursachte aber später den Elfmeter.
- Daniele De Rossis Führung macht Genoa schwerer zu schlagen.
- Der Serie-A-Klassenerhalt ist nun so gut wie sicher, es sei denn, es kommt die Katastrophe.
— Editorial Team