EuroLeague Final Four Vorschau: Real Madrid gegen Olympiacos, Panathinaikos gegen Fenerbahçe
Die Spiele finden am 15. Juni in Berlin statt. Real Madrid verteidigt den Titel, Olympiacos hat den letztjährigen Finalisten Monaco ausgeschaltet.
EuroLeague Final Four in Berlin: Europäische Giganten kämpfen um die Krone
Heute, am 15. Juni 2026, beginnt die entscheidende Phase der EuroLeague – das Final Four – in der Uber Arena in der deutschen Hauptstadt. In den Halbfinals trifft Real Madrid auf die griechische Mannschaft Olympiacos, und Panathinaikos auf den türkischen Spitzenklub Fenerbahçe. Real Madrid verteidigt den Titel, Olympiacos hat den letztjährigen Finalisten Monaco ausgeschaltet, und ein griechisches Derby im Finale könnte Realität werden.
Berlin, Deutschland. Die Uber Arena mit einer Kapazität von über 14.000 Zuschauern ist bereit, das größte Ereignis im europäischen Vereinsbasketball auszurichten. Vier Teams, 80 Minuten reine Spielzeit (oder mehr, falls Verlängerung nötig ist), eine Trophäe. Die EuroLeague-Saison 2025/26 erreicht ihren Höhepunkt, und die Spannung ist auf dem Höhepunkt.
Letzte Saison fand das Final Four in Abu Dhabi statt, wo Real Madrid als Sieger hervorging. Nun hat sich die Geografie verschoben – das Turnier kehrt nach Europa zurück, in eine Stadt, die in den letzten Jahren zu einer wahren Basketball-Metropole geworden ist. Die Uber Arena ist die Heimat von Alba Berlin, aber für zwei Tage wird sie zum Schlachtfeld für vier Giganten. Ein ausverkauftes Haus wird erwartet: Fans aus ganz Griechenland und der Türkei haben bereits die Straßen der Stadt überflutet und schaffen eine Atmosphäre, die nur mit dem Finale der UEFA Champions League vergleichbar ist.
Hauptteil: Viertelfinalergebnisse und der Weg zum Final Four
Bevor wir über die Halbfinals sprechen, lohnt es sich, daran zu erinnern, wie die Teams nach Berlin gelangt sind. Die Best-of-Five-Viertelfinalserien endeten mit unterschiedlichem Drama.
Real Madrids Weg: Das Selbstvertrauen des Meisters
Der Titelverteidiger Real Madrid schaltete Israels Hapoel Tel Aviv ohne große Mühe aus. Die Blancos, die in der regulären Saison den dritten Platz belegten, bestätigten ihren Favoritenstatus. Die Serie endete 3:0. In den ersten beiden Spielen zu Hause zeigte Real Madrid seine Stärke: Siege mit 86:82 und 102:75 ließen Hapoel hinterherlaufen. Das dritte Spiel in Tel Aviv bestätigte nur die Überlegenheit des spanischen Giganten. Madrid strebt den zweiten Titel in Folge und den 12. in der Vereinsgeschichte an – ein absoluter EuroLeague-Rekord.
Olympiacos‘ Weg: Schonungslose Demontage des Vizemeisters
Die sensationellste (oder auch nicht?) Serie war die zwischen Olympiacos und Monaco. Der griechische Klub, der die reguläre Saison auf Platz 1 beendete, ließ vom letztjährigen Finalisten kein gutes Haar. Der Endstand: 3:0.
Monaco ging in einem desolaten Zustand in die Playoffs: Finanzprobleme, die den Klub an den Rand des Bankrotts brachten, und eine Verletzungsseuche. Dem Team standen nur acht Spieler zur Verfügung – ohne die verletzten Nikola Mirotić, Daniel Theis und Alpha Diallo. Das zweite Spiel in Piräus wurde zur Demontage – 94:64. Sasha Vezenkov, der MVP der regulären Saison, erzielte 21 Punkte, während Evan Fournier (Ex-NBA-Spieler) 16 Punkte und 7 Assists beisteuerte. Das dritte Spiel in Monaco bestätigte nur die Stärke der Griechen – 105:82. Olympiacos erreichte zum fünften Mal in Folge das Final Four und ist begierig darauf, den vierten Titel in der Vereinsgeschichte zu holen (nach 1997, 2012 und 2013).
Panathinaikos‘ und Fenerbahçes Weg: Drama und Comebacks
Das war jetzt intensiv. Panathinaikos traf auf Spaniens Valencia, und die Serie entwickelte sich zu einem Thriller. Die Griechen gingen mit 2:0 in Führung, aber die Siege waren hart erkämpft: 68:67 im ersten Spiel und 107:105 im zweiten nach Verlängerung. Valencia gelang es, das dritte Spiel zu gewinnen und die Serie zu verlängern, aber im vierten Spiel setzte sich Panathinaikos schließlich durch.
Fenerbahçe spielte gegen Litauens Žalgiris Kaunas. Die Türken gewannen ebenfalls souverän die ersten beiden Spiele (89:78 und 86:74), aber in Litauen zeigte Žalgiris Charakter und verkürzte den Serienrückstand auf 2:1. Das vierte Spiel fand laut Statistik am 6. Mai statt, und Fenerbahçe gelang es, die Serie zu beenden. Für sie ist dies eine Chance, den ersten EuroLeague-Titel in der Vereinsgeschichte zu gewinnen – Fener hat drei Finals gespielt (2016, 2017, 2018), aber nur einmal gewonnen (2017).
Details und Statistiken: Schlüsselzahlen der Halbfinalisten
Vergleich der regulären Saison 2025/26
| Metrik | Olympiacos | Real Madrid | Panathinaikos | Fenerbahçe |
|---|---|---|---|---|
| Platz in der regulären Saison | 1 | 3 | 7 | 4 |
| Siege/Niederlagen | 26-12 | 24-14 | 22-16 | 24-14 |
| Viertelfinalergebnis | 3:0 (gg. Monaco) | 3:0 (gg. Hapoel) | 3:1 (gg. Valencia) | 3:1 (gg. Žalgiris) |
| Topscorer | Sasha Vezenkov | Facundo Campazzo / Walter Tavares | Kendrick Nunn / Mathias Lessort | Scottie Wilbekin / John Hayes-Davis |
| EuroLeague-Titel | 3 (1997, 2012, 2013) | 11 (absoluter Rekord) | 7 (zuletzt 2024) | 1 (2017) |
Daten basierend auf Statistiken der regulären Saison und der Viertelfinals.
Historische Begegnungen: Was sagen die Zahlen?
- Real Madrid vs Olympiacos: Die Gegner sind in der EuroLeague mehr als 50 Mal aufeinandergetroffen. In den letzten Jahren dominierte Real Madrid oft in Final Fours, aber Olympiacos war immer ein unangenehmer Gegner. Diese Saison in der regulären Saison stehen sie 1:1? Nein, in diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Olympiacos ein Team ist, das weiß, wie man Favoriten mit seiner Verteidigung tötet.
- Panathinaikos vs Fenerbahçe: Panathinaikos und Fener sind ebenfalls alte Bekannte. Ihre Rivalität in den 2010er Jahren war legendär. Fenerbahçe unter Željko Obradović (der jetzt nicht mehr an der Spitze steht) und Panathinaikos kämpften immer bis aufs Messer. Derzeit sind die Kräfte ungefähr gleich.
Kontext und Bedeutung: Vermächtnis und Rekorde
Real Madrid: Auf der Jagd nach der Ewigkeit
Real Madrid ist die Basketball-Galácticos. Mit Monstern wie Walter „Tank“ Tavares (einem der besten Center der Welt) und Facundo Campazzo (argentinischer Zauberer) sind sie der Maßstab des Systems. Ein Sieg in diesem Final Four würde Real Madrid seinen 12. Titel bescheren. Der Abstand zu Panathinaikos (7 Titel) und ZSKA (8 Titel, aber derzeit abwesend) würde noch peinlicher werden.
Olympiacos: Mission Rache
Für Olympiacos ist dieser Moment eine Chance, sich für die vergangenen Jahre zu rehabilitieren. Sie waren das beste Team der regulären Saison, haben Monaco demontiert und haben jetzt alles, um die Trophäe zu holen. Der Kader umfasst griechische Helden (Vezenkov, Papanikolaou) und den französischen Scharfschützen Fournier, der in Europa wie ein Topstar aussieht. Wenn Olympiacos den Titel gewinnt, wäre das ein Triumph des griechischen Basketballsystems.
Ein griechisches Derby im Finale?
Die gesamte Basketballwelt hält den Atem an in Erwartung eines möglichen Finales: Panathinaikos gegen Olympiacos. Das sind die Erzfeinde (Derby der Erzfeinde). Ihre Spiele sind nicht nur Sport; sie sind Krieg, Religion und Politik. Die beiden Klubs aus Athen (obwohl Olympiacos aus Piräus, dem Hafen von Athen, kommt) hassen sich auf eine Weise, die nur Griechen können. Wenn sie im Finale in Berlin aufeinandertreffen, wäre das das meistbesuchte und verrückteste Finale in der EuroLeague-Geschichte. Fans von Panathinaikos und Olympiacos werden die Ränge füllen, und die deutsche Polizei wird eine schwere Zeit haben. Vorerst sind sie auf gegenüberliegenden Seiten des Turnierbaums, und damit das griechische Derby stattfinden kann, müssen beide Teams ihre Halbfinals gewinnen.
Ausblick / Halbfinalvorschau: Spielplan und Quoten
Heute, 15. Juni 2026, Uber Arena, Berlin.
Der Spielplan ist ungefähr (Mitteleuropäische Sommerzeit / UTC+2), die Spiele werden nacheinander ausgetragen.
| Zeit (MESZ) / (MSK) | Spiel | Buchmacher-Prognose | Schlüsselduell |
|---|---|---|---|
| 17:00 (18:00 MSK) | Panathinaikos — Fenerbahçe | 50/50-Quoten, Panathinaikos leichter Favorit | Lessort / Mitoglou vs Hayes-Davis |
| 20:00 (21:00 MSK) | Real Madrid — Olympiacos | Real Madrid Favorit (1,65), Olympiacos Außenseiter (2,25) | Tavares vs Vezenkov / Fall |
Das Finale und das Spiel um Platz 3 finden am 17. Juni 2026 statt.
Redaktionelle Prognose
Die Spannung des ersten Halbfinals (Panathinaikos vs Fenerbahçe) liegt in der Tiefe der Bank und der Erfahrung. Fenerbahçe ist eine sehr disziplinierte türkische Mannschaft mit hervorragenden Schützen. Aber Panathinaikos ist ein Team, das gebaut wurde, um hier und jetzt zu gewinnen. Kendrick Nunn (Ex-Lakers) und Mathias Lessort (eine Wand unter dem Korb) sehen monströs aus. Wenn Panathinaikos seinen physischen Stil aufzwingt, könnte es Fener an Athletik mangeln.
Im zweiten Halbfinale (Real Madrid vs Olympiacos) erwarten wir einen Aufprall der Stile: spanische Technik und Taktik gegen griechische Kraft und Verteidigung. Vezenkov vs Tavares – ein Kampf der Titanen. Der Schlüsselfaktor wird die Hintermannschaft sein: Campazzo vs Walkup und Fournier. Wenn es Olympiacos gelingt, Real Madrid ein schmutziges, langsames Spiel mit vielen Fouls aufzuzwingen, werden sie gewinnen. Aber Real Madrid ist ein Monsterteam, das Gegner in Final Fours mit beneidenswerter Regelmäßigkeit zermürbt.
Redaktionelle Prognose: Real Madrid schlägt Olympiacos in einem engen Kampf (+8 Punkte), und Panathinaikos entreißt Fenerbahçe in den letzten Sekunden den Sieg. Finale: Real Madrid vs Panathinaikos. Und angesichts von Verletzungen und Müdigkeit wird Real Madrid seinen 12. Titel holen und die Griechen mit 85:78 schlagen. Wenn Olympiacos jedoch an Real Madrid vorbeikommt, werden sie das Turnier gewinnen – so groß ist ihr Glaube an das Schicksal in dieser Saison.
— Editorial Team