# Cremoneses Abstiegshoffnungen erleiden Dämpfer im torlosen Remis gegen Torino
Die Überlebenschancen von Cremonese in der Serie A haben am Wochenende einen schweren Schlag erlitten, nachdem sie Torino zu Hause nicht besiegen konnten. Das 0:0-Unentschieden lässt sie nur noch mit einem Punkt Vorsprung vor dem Abstiegsplatz zurück, während die restlichen Spiele knapp werden. Mit dem Spiel von Lecce am Montagabend ist das Albtraumszenario für La Cremo nun in greifbare Nähe gerückt, falls die Rivalen drei Punkte holen.
Zu Hause entscheidende Chancen vertan
Das war eine Muss-Sieg-Situation für Cremonese auf Platz 17, punktgleich mit Lecce auf Platz 18. Trainer Davide Ballardini machte nur eine Änderung – Antonio Sanabria für David Okereke –, während Torino bei der gleichen Elf blieb, die die vorherigen zwei Spiele gewonnen hatte. Die erste Halbzeit zeigte präzise, warum Cremonese in der Klemme steckt: Gemeinsam kamen beide Teams auf nur zwei Schüsse, keiner aufs Tor. Der wilde Versuch von Federico Bonazzoli vom Strafraumrand in der 41. Minute verkörperte den Mangel an Qualität.
Nach der Pause wurde es spannender, aber es blieb beim Patt. Bonazzoli kam in der 57. Minute mit einem Kurvenschuss viel näher und zwang Paolo Ghidotti zu einer starken Parade. Dann kam der Moment, der alles hätte ändern können: Federico Baschirotto glaubte, aus einem Gerangel nach einer Ecke getroffen zu haben, doch VAR griff sofort ein. Die Schiris urteilten, er habe den Torino-Torwart Alberto Paleari im Zweikampf gefoult, weshalb das Tor aberkannt wurde.
Was das für beide Teams bedeutet
Cremonese hatte noch eine goldene Gelegenheit, als Okereke auf dem rechten Flügel durchpreschte und eine perfekte Flanke ablieferte, doch Sanabria wurde durch eine Notbremse von Marcus Holmgren Pedersen gestoppt. Diese verpasste Chance ist typisch für ihre Heimplagen – sie haben seit Anfang Dezember kein Serie-A-Spiel mehr im Stadio Giovanni Zini gewonnen. Torino bleibt derweil sicher auf Platz 12, unabhängig von anderen Wochenendresultaten, wird aber frustriert sein, nichts mitgenommen zu haben.
Der eigentliche Schaden trifft Cremoneses Klassenerhaltshoffnungen. Der eine Punkt lässt sie nur noch einen über dem Abstiegsplatz hängen, mit Leces Montagsspiel im Nacken. Gewinnt Lecce, rutscht Cremonese direkt in die Abstiegsränge. Die Unfähigkeit, entscheidende Heimchancen zu nutzen, ist zu einem saisonlangen Muster geworden, das ihnen am Ende den Status in der Oberliga kosten könnte.
Wichtige Erkenntnisse
- Abstiegsgefahr wächst: Cremonese liegt nun nur einen Punkt vor Platz 18, Lecce hat ein Nachholspiel
- Heimform bleibt Albtraum: Keine Heimsiege seit Dezember sorgt für enormen Druck in den Restspielen
- Klare Chancen vertan: Zwei große Möglichkeiten (abgebrochenes Tor von Baschirotto und Okerekes Flanke) hätten alles verändern können
- Torino mittelfeldsicher: Das Remis hält sie komfortabel auf Platz 12, egal was sonst passiert
- Klassenerhalt braucht Siege: Cremonese muss die meisten Restspiele gewinnen und hoffen, dass Lecce Punkte lässt
— Editorial Team